Home | english  | Impressum | Sitemap | KIT
Kontakt

Zentrum für Information und Beratung (zib)

Campus Süd
Engelbert-Arnold-Str. 2
Adolf-Würth-Gebäude
Gebäude Nr. 11.30
76131 Karlsruhe

Tel: +49 721 608-44930
Fax: +49 721 608-44902
E-Mail: infoNwq4∂zib kit edu

Öffnungszeiten:
Mo: 9:00-17:00 Uhr
Di, Do, Fr: 9:00-12:00 Uhr
und 14:00-17:00 Uhr

Offene Beratung ohne Terminvereinbarung:
Di: 14:00 - 16:30 Uhr
Do: 9:00 - 12:00 Uhr
 

Universität, Fachhochschule oder Duale Hochschule?

Warum diese Ausführungen?

Studieninteressierte stehen bei zahlreichen Studienfächern vor der Entscheidung, an welcher Hochschulart sie ihr Studium aufnehmen wollen. Insbesondere in den Ingenieur- und Wirtschaftswissenschaften werden viele Studiengänge gleichzeitig an Universitäten, Fachhochschulen und der Dualen Hochschule angeboten.

Diese Wahl ist häufig mit Unsicherheit, Selbstzweifel und auch Vorurteilen belastet. Die folgenden Hinweise sollen bei der persönlichen Orientierung und Selbstzuordnung helfen. Gleichwohl bleibt der Studienbeginn an einer bestimmten Hochschule immer eine ganz persönliche Entscheidung, die sich im Ausprobieren zu bewähren hat.

Die folgenden Ausführungen beziehen sich auf Baden-Württemberg und hier insbesondere auf die Hochschulen in Karlsruhe und Pforzheim.

1. Universität
2. Fachhochschule
3. Duale Hochschule
4. Aktuelle Entwicklungtrends

 

1. Universität

Was ist eine Universität?

Universitäten und gleichrangige Hochschulen wurden früher kurz als Wissenschaftliche Hochschulen zusammengefasst. Der Begriff ist zwar veraltet, aber der Kern der Aussage ist immer noch aktuell. Der Name Universität ist in Deutschland gesetzlich gegen Missbrauch geschützt, d.h. eine Hochschule, die sich Universität nennt, ist staatlich als solche zugelassen.

An einer Universität kann man folgende Studienabschlüsse erwerben:
Diplom (jetzt auslaufend), Magister (jetzt auslaufend), Staatsexamen, Bachelor, Master, wobei der Master-Abschluss immer auf einen ersten Studienabschluss aufbaut. Universitäten haben das Recht, mit der Promotion und der Habilitation höhere wissenschaftliche Qualifikationen zu verleihen. In jeder an einer Universität vorhandenen Fachrichtung kann man promovieren.

Universitäten sind Einrichtungen der Wissenschaft und Forschung. Sie bilden gleichzeitig den wissenschaftlichen Nachwuchs in allen wissenschaftlichen Disziplinen aus. Deshalb findet sich an Universitäten das breitest mögliche Fächerspektrum auch in den Studiengängen wieder, wobei nicht jede Hochschule alles anbietet. So ist das Karlsruher Institut für Technologie (KIT) im Wesentlichen auf technisch-naturwissenschaftliche Richtungen spezialisiert. Bestimmte Studienfächer, vor allem im Bereich der Geisteswissenschaften, gibt es nur an Universitäten.

Wie komme ich an einen Studienplatz?

Zugangsvoraussetzung ist das Abitur, als Allgemeine Hochschulreife oder als Fachgebundene Hochschulreife mit eventueller fachlicher Einschränkung der Studienwahl. Die Fachhochschulreife reicht nicht aus. Studieninteressierte mit Fachhochschulreife oder fachgebundener Hochschulreife haben allerdings die Möglichkeit aufgrund einer sogenannten Deltaprüfung den Hochschulzugang zu einer Universität zu erlangen. Weitere Zugangsmöglichkeiten ist auch der vorhergehende Abschluss eines Fachhochschulstudiums.

Für viele Studiengänge kann man sich direkt an der Hochschule bewerben, meist online über das Internet. Parallele Bewerbungen an verschiedenen Hochschulen sind möglich. Für einige Studiengänge erfolgt die Bewerbung online und zentral über www.hochschulstart, so für alle zulassungsbeschränkten Studiengänge am KIT.

Was ist das Typische am Uni-Studium?

Eine Universität bildet für die Wissenschaft und für Berufe, die wissenschaftliche Qualifikation verlangen, aus. Demzufolge werden in den ersten Semestern breite fachliche und methodische Grundlagen gelegt, denen erst später die fachlichen Anwendungen und Zusammenhänge folgen. Das bedeutet zwingend eine frühe Auseinandersetzung schon in den ersten Semestern mit teils abstrakten Stoffen, mit grundlegenden formalen Konzepten, mit präzisen Begrifflichkeiten und mit wissenschaftlichen Theoriegebäuden. Um damit erfolgreich klar zu kommen, braucht es ein hohes Maß an Bereitschaft, sich solche Denk- und Arbeitsweisen anzueignen, und ein starkes Durchhaltevermögen. Die Lust auf Wissenschaft darf nicht fehlen.

„Grundlagen“ bedeuten auch viel bis sehr viel Mathematik in allen natur-, ingenieur- und wirtschaftswissenschaftlichen Fächern.

Dieser breiten Grundlegung folgt in den letzten Semestern des Bachelor-Studiums oder gar erst im nachfolgenden Master-Studium eine Vertiefung und Spezialisierung, die ihrerseits entweder wissenschaftlich oder beruflich orientiert sein kann.

Wer den Bachelorabschluss an der Uni erreicht hat, wird in der Regel anschließend ins Master-Studium gehen, jedenfalls dann, wenn er/sie sich noch nicht „arbeitsmarktfähig“ fühlt bzw. in Fächern, deren Arbeitsmarkt mit der Bachelor-Qualifikation allein vermutlich noch keine günstigen Aussichten eröffnet. Erst der Mastergrad entspricht im Niveau dem bisherigen Diplomgrad. Nach Diplom, Master oder Staatsexamen kann man die Promotion anschließen. Wie häufig in einer bestimmten Fachrichtung promoviert wird, ist von Fach zu Fach extrem verschieden. Wer sich die Möglichkeit zu einer beruflichen Karriere in Wissenschaft und Forschung eröffnen will, kommt in aller Regel an einer Promotion nicht vorbei.

Die Studierendenzahlen in einzelnen Studiengängen können stark variieren zwischen einigen wenigen und einigen hundert Eingeschriebenen pro Fach und Semester.

Die Lehrveranstaltungen sind etwa zur Hälfte Vorlesungen, die z.T. in großen Hörsälen mit mehreren hundert KommilitonInnen stattfinden. Eine Vorlesung ist ein Vortrag durch eine(n) Professor(in), bei dem die Studierenden eine eher passiv zuhörende Rolle einnehmen. In Übungen werden die Inhalte der Vorlesungen in kleineren oder größeren Gruppen mit Beispielen und Aufgaben vertieft. Manchmal gibt es auch Tutorien, d.h. zusätzliche Stunden zum Thema der Vorlesung, in denen ältere Studierende denen aus jüngeren Semestern den Stoff näher bringen. In den Geisteswissenschaften ist dagegen das Seminar die am häufigsten genutzte Unterrichtsform. In Seminaren finden sich bis zu 30 oder 40 Personen je nach Thema zusammen. Nicht die Professorin /der Professor spricht die meiste Zeit, sondern Studierende erarbeiten Themen und halten dazu Referate. Die Anzahl der Lehrveranstaltungen nach Wochenstunden mag in manchen Fächern auf den ersten Blick ziemlich niedrig erscheinen. Dabei darf jedoch nicht unterschätzt werden, dass ein hoher Anteil des persönlichen Lernens in selbst gesteuerter Eigenarbeit zu leisten ist.

Durch das Studium an der Universität bekommt man schrittweise Kontakt zur aktuellen Forschung, weil die lehrenden Professoren ja auch in der Forschung tätig sind. Die eigene Abschlussarbeit, vielleicht schon die Master-Thesis, jedenfalls die Doktorarbeit wird sich einem Forschungsthema widmen. Man kann auch als studentische Hilfskraft an einem Uni-Institut arbeiten und dort Einblicke in den wissenschaftlichen Alltag bekommen.

 

2. Fachhochschule

Was ist eine Fachhochschule?

Fachhochschulen heißen seit einiger Zeit in Baden-Württemberg nur noch „Hochschulen“, was für einige Verwirrung sorgt, weil "Hochschule" zugleich ein übergeordneter Begriff ist, der auch Universitäten und andere Hochschularten einschließt. Die Fachhochschulen bieten eine praxisorientierte Ausbildung auf wissenschaftlicher Basis an. Ihre fachlichen Domänen sind hauptsächlich Technik, Wirtschaft, Sozialwesen (letzteres nicht an den Karlsruher und Pforzheimer Fachhochschulen) und Gestaltung - eben angewandte Richtungen.

Die Fachhochschulen übersetzen ihren Namen ins Englische mit „University of Applied Science“, weil dort die Anwendung wissenschaftlicher Erkenntnis im Vordergrund steht und nicht deren Gewinnung. Der Hauptauftrag der FHs ist die Ausbildung junger Menschen für anspruchsvolle Berufe. Nichtsdestoweniger betreiben einige Institute und ProfessorInnen an Fachhochschulen auch anwendungsorientierte Forschung neben ihrer Hauptaufgabe, der Lehre. Sie haben dabei eine mehr als doppelt so hohe Wochenstundenzahl an Lehrverpflichtung wie die Universitätsprofessoren. Promotionen sind an Fachhochschulen nicht möglich, außer in Kooperationsprogrammen mit Universitäten.

Das bisherige Fachhochschul-Diplom ist mittlerweile durch den Bachelor-Abschluss komplett ersetzt worden. Viele FHs bieten auch Master-Studiengänge an, jedoch nicht unbedingt in jeder Studienrichtung. Der Wechsel in ein Masterstudium an einer Universität ist prinzipiell möglich.

Wie komme ich an einen Studienplatz?

Um an einer Fachhochschule studieren zu können, muss man mindestens die Fachhochschulreife besitzen. Wer eine FH-Reife mit Einschränkung hat, muss sicherstellen, dass die gewünschte Fachrichtung am gewünschten Ort studiert werden kann.

Die Bewerbung geht direkt an die gewünschte Hochschule; sie erfolgt meist online über das Internet. Ausländische (nicht EU) StudienbewerberInnen müssen ihr Zeugnis vorher anerkennen lassen, und zwar für alle FHs in Baden-Württemberg beim Ausländerstudienkolleg der Fachhochschule Konstanz. Die dafür erforderliche Zeit sollte mit eingeplant werden. Alle Studiengänge an Fachhochschulen in Baden-Württemberg unterliegen einer örtlichen Zulassungsbeschränkung! Dies heißt aber nicht automatisch, dass immer nur ein Teil der BewerberInnen zugelassen wird. Die Nachfrage nach Studienplätzen ist von Fach zu Fach sehr unterschiedlich.

Für die meisten FH-Studiengänge kann man sich sowohl zum Sommer- als auch zum Wintersemester bewerben. Auch hier ist parallele Bewerbung an verschiedenen Fachhochschulen möglich.

Was ist das Typische am FH-Studium?

Die allgemeinen theoretischen Grundlagen nehmen verhältnismäßig wenig Raum ein (ca. 1/3 des Bachelor-Studiums). Man spezialisiert sich früh in eine angewandte Richtung. Oft ist ein breites Fach auch durch verschiedene Studiengänge vertreten, z.B. Elektrotechnik durch „Kommunikations- und Informationstechnik“, „Sensorik“ und „Energie- und Automatisierungstechnik“.

Im Gegensatz zum Uni-Studium ist das FH-Studium schulähnlicher, d.h. es gibt feste Stundenpläne, weniger große Vorlesungen, kleine Semestergruppen, „Klassenräume“ und mehr Anwesenheitspflicht. Die Studierendenzahlen liegen typischerweise bei etwa 40 pro Semestergruppe. Der Unterrichtsstil ähnelt mehr dem Klassenunterricht, wobei die Menge der Lehrveranstaltungen, in Wochenstunden gerechnet, etwas höher liegt als an der Uni. Das hilft Personen, denen es schwer fällt, sich selbst zu organisieren und zu disziplinieren. Auf der anderen Seite gibt es weniger Gelegenheit, Inhalte ausgiebig zu vertiefen, weil die Zeit dafür begrenzt ist. Genauso fehlen Gelegenheiten zu einer individualisierten Studiengestaltung. Dafür wird viel Wert gelegt auf Schlüsselkompetenzen, die für die Berufstätigkeit nützlich sind. Projektarbeit, Präsentation und Fremdsprachen können verpflichtende oder freiwillige Angebote neben den fachlichen Inhalten sein.

Die Anforderungen an die mathematische Grundlegung des fachlichen Stoffes in den technischen und wirtschaftlichen Fächern sind in der Regel geringer als in den entsprechenden Universitätsfächern, aber gewiss anspruchsvoll.

Ein wesentlicher Bestandteil des FH-Studiums ist das Praxissemester, wodurch das Bachelorstudium an der FH meist 7 Semester umfasst. In diesem werden sechs Monate in einem Unternehmen verbracht. Die dortigen Erfahrungen werden durch vor- und nachbereitende Seminare an der Hochschule flankiert.

Professoren an Fachhochschulen stammen großenteils aus der Berufspraxis und integrieren Praxiserfahrung aus der Berufswelt in ihre Lehre.

Die meisten Absolventen von Bachelor-Studiengängen gehen nach der Hochschule in den Beruf. Es gibt aber auch Masterstudiengänge an Fachhochschulen, die meistens auf ein klar definiertes Gebiet eingeschränkt sind (z.B. „Sensorsystemtechnik“, „International Finance“). Manche Absolventen studieren an einer Universität weiter.

 

3. Duale Hochschule

Was ist eine Duale Hochschule?

Duale Hochschulen (früher Berufsakademie) verbinden ein Studium mit einer Ausbildung in der Praxis. Die Studierenden der Dualen Hochschule, abgekürzt DH, sind gleichzeitig Auszubildende in ihrem Betrieb und erhalten auch eine Ausbildungsvergütung. Die Duale Hochschule existiert als staatliche Institution in dieser Form nur in Baden-Württemberg. Studienbereiche sind Wirtschaft, Technik und Sozialwesen. Als Abschluss erwirbt man nach drei Jahren den Bachelorgrad.

Wie komme ich an einen Studienplatz?

Die Bewerbung geht nicht an die DH, sondern an die Ausbildungsfirma. Es gibt in ganz Baden-Württemberg (und auch außerhalb) Unternehmen, die eine Vereinbarung mit der DH zur Ausbildung der Studenten abgeschlossen haben. Eine Liste der Ausbildungsfirmen kann man z.B. an der DH Karlsruhe auf deren Homepage finden. Voraussetzung für das Studium an der DH ist das Abitur – die Fachhochschulreife reicht nur im Ausnahmefall aus. In manchen Bereichen, z.B. Handel, sind die Studienplätze stark nachgefragt, und man sollte sich schon über ein Jahr vor Studienbeginn bewerben. Das Bewerbungsverfahren läuft wie eine ganz normale Bewerbung für einen Ausbildungsplatz ab. Im Falle einer Zusage wird die oder der KandidatIn durch die Firma bei der Dualen Hochschule eingeschrieben.

Was ist das Typische am Studium der Dualen Hochschule?

Die Ausbildung an der Dualen Hochschule besteht aus 50 % Unterricht an der Hochschule und 50 % Praxisphase in der Ausbildungsfirma. In der Regel wechselt man quartalsweise zwischen Dualer Hochschule und Unternehmen. Wenn die Ausbildungsfirma nicht am selben Ort ist, kann es sein, dass man zwei Wohnorte hat. Während der Praxisphasen werden durchaus noch Hausarbeiten für das Studium erledigt. Praxiserfahrungen werden oft an der Dualen Hochschule theoretisch reflektiert.

Während der Phase an der Hochschule ist der Tag mit Lehrveranstaltungen angefüllt. Vom akademischen Niveau her ist das Studium gut zu bewältigen, aber man muss sich darauf einstellen, relativ viele Inhalte innerhalb kurzer Zeit zu verarbeiten. Das Curriculum ist stark durch die Anforderungen der Arbeitgeber geprägt. Die Dozenten kommen selbst häufig aus der beruflichen Praxis. Wer einen baldigen Berufseinstieg wünscht und bei der Karriere auf Sicherheit setzt, ist an der Dualen Hochschule richtig. Die Übernahmechancen durch die Ausbildungsunternehmen sind in Wirtschafts- und Technikfächern gut, und neben dem Fachwissen lernt man, sich in einer Organisation zu bewegen und hat den „Praxisschock“ bereits in der Ausbildung bewältigt. Wer von wissenschaftlicher Neugier getrieben ist, wird sich schnell unterfordert fühlen, weil für das Hinterfragen von Inhalten keine Zeit bleibt. Die Ausbildung ist verschult und bietet keinen Raum für eine individuelle Zusammenstellung der Studieninhalte. Die Anwendung von erlerntem Wissen ist an der Dualen Hochschule nicht nur Ziel, sondern auch Methode. Eine Fortsetzung des Studiums an Fachhochschule oder Universität ist eine Option, jedoch ist der Einstieg in einen universitären Masterstudiengang aufgrund fehlender inhaltlicher Voraussetzungen selten möglich.

 

Aktuelle Entwicklungstrends

Noch vor ein paar Jahren waren die typischen Unterschiede zwischen den Hochschularten noch klarer und griffiger zu umreißen. Mittlerweile befindet sich jedoch die gesamte Hochschullandschaft in einem langfristigen Prozess, umgepflügt und umgebaut zu werden. Eine große Welle der staatlichen Deregulierung lässt die Einzelhochschulen derselben Hochschulart sich differenzieren - "Exzellenz" und "Profil" sind hier wichtige Schlagworte. Gleichzeitig verschwimmen durch die Bachelor-Master-Umstellung die Unterschiede zwischen den Hochschularten.

Aus studentischer Perspektive liegt die einschneidendste Veränderung in der Umstellung der Studiensysteme und Abschlüsse auf die einheitliche und EU-weit geltende Bachelor/Master-Struktur. Diese Studienstruktur umgreift die Hochschularten und soll sie durchlässig machen für ein gestuftes Studieren im Inland und im Ausland, tendenziell unabhängig von der Hochschulart, an der man mit dem Studium begonnen hat. In der Realität hat sich diese Durchlässigkeit noch nicht gezeigt, weil die Ausbildungsgänge an den verschiedenen Hochschularten in ihren tatsächlichen Inhalten zu wenig übereinstimmen.

Bei gleicher Bezeichnung der Studienabschlüsse wird es künftig mehr auf Ausbildungsinhalt und -qualität ankommen, worin sich die Hochschulen unterscheiden. Jede Einzelhochschule wird sich als Marke zu etablieren suchen und sich entsprechend in den Rankings wiederfinden wollen. Aus der Arbeitgeberperspektive wird künftig die Frage nicht nur sein, ob jemand an einer Uni oder FH, sondern an genau welcher Hochschule man studiert hat.

Sowohl das Karlsruher Institut für Technologie (KIT) als auch die Karlsruher Fachhochschule, ebenso wie die Pforzheimer Fachhochschule, können es mittlerweile sportlich nehmen, von allen Seiten bestätigt zu bekommen, dass sie mit ihren Paradefächern in der jeweiligen 1. Liga spielen.